Wirken

Verantwortung zeigt sich im Tun.

Keine vollständige Ämterliste, sondern ausgewählte Geschichten darüber, was mich geprägt hat, was mich beschäftigt und wie ich arbeite.

Frühe Prägungen

Drei Lektionen, die geblieben sind.

Führung, Arbeit und Lernen begannen für mich lange vor der ersten formalen Führungsfunktion.

1983–2006

Pfadi Patria

Führen, wenn niemand bleiben muss

Bei der Pfadi Patria lernte ich Führung lange bevor sie Teil meiner Berufsbezeichnung wurde. Wer Freiwillige führt, kann sich nicht auf Hierarchie verlassen: Man muss zuhören, überzeugen, Verantwortung teilen – und dafür sorgen, dass Menschen gerne bleiben. Vom Truppführer bis zum Corpsleiter haben mich diese Jahre stärker geprägt als manche formale Ausbildung.

1991–1998

McDonald’s Bern

Arbeiten, wenn die Uhr läuft

Am 18. November 1991 um 18 Uhr begann mein erstes Training im McDonald’s Bern 1. Dort lernte ich einzustempeln – und dann zu arbeiten: Qualität, Service und Sauberkeit, klare Abläufe und Verantwortung im Team. Aus dem Crewmitglied wurde ein Crew-Trainer und später ein Swing-Manager. Das Ketchup im Blut blieb.

Schulzeit

Ein eigener Antrieb

Vom Lehrerschreck zum Schulleiter

Ich war kein einfacher Schüler. Oft suchte ich Herausforderungen, die ich im Unterricht nicht fand. Vielleicht wurde ich gerade deshalb Lehrer: um Neugier nicht auszubremsen, sondern ihr etwas zuzutrauen. Der Weg vom Lehrerschreck zum Schulleiter ist jedenfalls weniger widersprüchlich, als er zunächst wirkt.

Wo daraus Wirkung wurde

Sechs Kapitel. Ein roter Faden.

Seit 2008

Schule als lernendes System

Vom Unterricht am Worbboden über digitale Schulentwicklung und die Zusammenführung zweier Schulstandorte bis zur Leitung des Oberstufenzentrums Seidenberg: Gute Schule entsteht nicht durch einzelne Werkzeuge, sondern durch Klarheit, Vertrauen und gemeinsames Lernen.

Bildung · Führung · Transformation

2015–2017

Digital, bevor es selbstverständlich war

150 mobile Geräte, Ausleihe mit Schülerkarte und Daten in der Cloud: Am OSZ Worbboden entstand früh eine Infrastruktur, die Technik nicht ins Zentrum stellte, sondern genau dort verfügbar machte, wo sie pädagogisch sinnvoll war.

Digitalisierung · Organisation · Medienkompetenz

1998–2018

Ein Umweg mit Sinn

Als Schulterprobleme den Weg ins Militär versperrten, empfand ich den Zivilschutz zunächst als Rückschritt. Hochwasser, Gasexplosionen und weitere Einsätze zeigten mir später, wie unmittelbar Bevölkerungsschutz wirkt. Von 2007 bis 2018 führte ich als Hauptmann die 230-köpfige Kompanie Schutz + Betreuung; aus dem unfreiwilligen Umweg wurde eine Aufgabe mit Sinn.

Bevölkerungsschutz · Führung · Erwachsenenbildung

Film: Rückbau Beaversperren nach dem Hochwasser 2012
2020–2023

Als aus Übungen Realität wurde

Ab Februar 2020 half ich im Regionalen Führungsorgan, die Lageführung für die Pandemie aufzubauen. Anschliessend entwickelte ich die kantonale Contact-Tracing-Lösung TRACY massgeblich mit und leitete das Contact Tracing mit zeitweise 150 bis 200 Mitarbeitenden. 2022 folgte der Aufbau der Temporären Unterkunft Viererfeld für Geflüchtete aus der Ukraine.

Krisenorganisation · Systeme · Umsetzung

Seit 2018

Politik als öffentliche Arbeit

Seit dem Nachrücken am 1. Juni 2018 gehöre ich dem Grossen Gemeinderat Worb an. 2026 darf ich das Parlament präsidieren – eine Aufgabe, bei der nicht die eigene Position, sondern ein fairer und sachlicher Prozess im Vordergrund steht.

Gemeinde · Parlament · Verantwortung

Seit 2017

Vertrauen, wenn es zählt

In der Feuerwehr Worb und im Regionalen Führungsorgan Bern plus zählt, dass Menschen sich aufeinander verlassen können. Heute wirke ich als Vizekommandant der Feuerwehr Worb und als Chef des Führungsgrundgebiets 6 im Regionalen Führungsorgan Bern plus.

Feuerwehr · Führung · Öffentliche Sicherheit

Nicht allein

Keine dieser Geschichten ist die Leistung eines Einzelnen. Schulen, Feuerwehren, Führungsorgane und Parlamente funktionieren nur durch Menschen, die einander vertrauen, widersprechen und gemeinsam Verantwortung tragen.

Berichte und Gespräche